Die bewegte und sicherlich stellenweise auf sehr frustrierende Vergangenheit von House of Usher scheint der Band immer noch nicht alles kreative Potential genommen zu haben. Schon seit langem gilt die Formation als Garant für interessanten Goth Rock, der sich jenseits des heutigen Musik-Trends befindet, damit nach alter Schule richt und eben auch die Nostalgie der alten Tage beschwören kann. Geändert hat sich daran auch auf INFERNO nichts. Parallelen zu The Sisters of Mercy und The Mission sind dabei ebenso auszumachen wie leichte U2-Tendenzen, was jedoch für die in sich geschlossenen Kompositionen spricht, die nicht vor drückender Dunkelheit oder übertriebenen Klischèes strotzen, sondern vielmehr den Rock auf den Punkt bringen. Etwas mehr Drive hätte man sich an der ein oder anderen Stelle gewünscht, dennoch ist INFERNO ein durchweg unterhaltsames Album, welches zudem noch mit einem kleinen Hörspiel aufwarten kann, daß sich in der Nähe von Poe und Lovecraft aufzuhalten scheint. Bleibt zu wünschen, daß der Band endlich einmal der Sprung aus dem Untergrund gelingt.
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