The Company - Awakening Under Dogs

Review

Auf „Awaking Under Dogs“ wird vornehmlich moderner Thrash Metal mit leichter Bay Area Schlagseite a la OVERKILL (allerdings nicht ganz so heavy) geboten. Eigentlich klingt die Schose garnicht übel, doch schon allein der nicht allzu gelungene Gesang hinterlässt einen faden Beigeschmack. Vor allem wenn der Sänger an die Grenzen seines eh recht geringen Stimmumfangs heranreicht, vermittelt dieser mehr als nur einen Hauch von Unprofessionalität. Was mich aber am meisten an diesem Album nervt, ist die Durchschnittlichkeit der Songs. THE COMPANY mogeln sich über weite Strecken des Albums mit streng nach Schema F konzipierten Thrash-Nummern durch. Überraschungsmomente sind hingegen rar und nach einigen Durchläufen bleiben auch nur Fragmente hängen. Killer-Refrains? Killer-Riffs? Fehlanzeige. Stattdessen wird auf altbackene Songideen zurückgegriffen. Wahrscheinlich hat die Band beim Zusammentragen des Materials Ähnliches festgestellt. Und wie verleiht man einem Album am einfachsten Pepp? Man bedient sich vermeintlich ‚moderner‘ Elemente. Die ‚Möchte-gern-nach-Fear-Factory-klingen‘ Riffs seien noch vergeben. Aber warum zum Geier beginnt wirklich jeder Track mit irgendwelchen Elektrosounds als Intro? Einige Sequencer finden sich dann auch noch permament im Sound wieder. Nix gegen Elektrosounds in Kombination mit Metal, aber wenn dann bitte richtig. THE COMPANY konnten hier jedenfalls nix ernsthaft mit diesem Keyboardgepimmpel bezwecken. Und wenn man selbst schon keine Ohrwürmer hervorbringt, dann wird in die Coverkiste gegriffen. THE COMPANY haben sich mit „You Spin Me Round (Like A Record)“ eines witzigen 80er-Disco-Hits bedient. Fazit: „Awaking Under Dogs“ fehlt schlichtweg der Biss. Frei von erwähnenswerten Höhepunkten thrashen sich THE COMPANY solide durchs Album ohne einen allzu bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Absoluter Durchschnitt.

19.06.2002
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