King Heavy - Guardian Demons
Review
„Guardian Demons“ nennt sich das neue Werk der chilenischen Epic Doom-Formation KING HEAVY. Die knifflige Aufgabe, zu dem guten Debütalbum „King Heavy“ einen mindestens gleichwertigen Nachfolger zu erschaffen, lösen die vier Herren allerdings nur unzureichend.
Keine Überraschungen auf „Guardian Demon“
Denn „Guardian Demons“ ist vor allem eines: Langatmig. Die hohe Kunst des Doom, die besungene Pein durch eine schleppende Darbietung künstlich und genüsslich zu verlängern, den Hörer so gefangen zu nehmen, geht „Guardian Demons“ ziemlich ab. Das liegt noch nicht einmal unbedingt an unzulänglich komponierten Stücken – auch wenn kompositorisch wahrlich keine wirklich positiven Überraschungen lauern – sondern eher an einer durchgängigen „das-habe-ich-doch-schon-drölfzig-Mal-packender-gehört“-Stimmung, die „Guardian Demons“ ausstrahlt.
Bedauerlich, denn KING HEAVY haben in dieser Hinsicht, wie das eingangs erwähnte Debüt beweist, durchaus mehr zu bieten und wissen eigentlich, wie man den Funken überspringen lässt. Auch Sänger Luce Vee, ebenfalls tätig bei HOODED MENACE, schafft es mit seiner ordentlichen Sangesleistung nicht, das Zweitwerk von KING HEAVY über den sprichwörtlichen Strich zu heben.
KING HEAVY reißen nicht mit
So wird „Guardian Demons“ zwar vielleicht noch dem einen oder anderen Genre-Puristen auf- und gefallen, aber ansonsten bestenfalls eine Randnotiz bleiben. Da heißt es freie Zeit sinnvoller investieren: Alte CANDLEMASS auspacken und loshören. Oder REVEREND BIZARRE.
King Heavy - Guardian Demons
Band | |
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Wertung | |
User-Wertung | |
Stile | Doom Metal, Epic Doom |
Anzahl Songs | 6 |
Spieldauer | 43:18 |
Release | 22.06.2018 |
Label | Cruz Del Sur Music |
Trackliste | 01. Guardian Demon 02. Death is but an Extreme Form of Narcosis 03. Doom Shall Rise 04. Cult Of The Cloven Hoof 05. Come My Disciples 06. As in a Nightmare |