Casketgarden - This Corroded Soul Of Mine
Review
Ungarn ist ja bekanntlich nicht die Heimat zahlreicher Metal Bands, was aber nicht heisst, dass keine Qualität vorhanden ist. Überzeugen kann man sich davon bei Casketgarden, die mit ihrem Debut eine klare Marschrichtung vorgeben: mit 180 einen steilen Abhang runter ohne Rücksicht auf Verluste. Musikalisch sehr von Carcass und At The Gates beeinflusst, zelebrieren die 5 Ungarn eine Zerstörungsorgie aus catchigen Highspeed Riffs, groovigen Refrains und einem Duracelhäschen als Drummer, der es sich anscheinend, ungeachtet eines drohenden Herzinfarktes, zur Aufgabe gemacht hat, sämtliche Double Bass Rekorde zu brechen. Passend dazu kreischt Fronter Attila Cseh seine rostigen Vocals und vervollständigt so ein stimmiges Gesamtbild einer aufstrebenden Melodic Death Metal Band. So verwundert es nicht, dass die ersten sechs Songs das enorme Potential der Ungarn wiederspiegeln, allen voran der Opener „Human Corrosive Disease“, das Instrumental (mutig ein solches auf das Debut zu packen) „100 % Grief“ und das folgende „Song Of Tears (Ashes)“. Leider können Casketgarden in der zweiten Hälfte des Albums nur noch mit dem Schlussakkord „Across The Vast Oceans Of Time“ glänzen, denn nach der Halbzeitpause blieben die Ideen in der Kabine, zu viel Wiederholung und Geschrammel kamen auf den Platz zurück. Trotzdem sind Casketgarden ein hoffnungsvoller Kandidat für die Zukunft in der osteuropäischen Metallindustrie.
Casketgarden - This Corroded Soul Of Mine
Band | |
---|---|
Wertung | |
User-Wertung | |
Stile | Göteborg Death Metal, Melodic Death Metal |
Anzahl Songs | 10 |
Spieldauer | 37:04 |
Release | |
Label | Metal Age Productions |