Ahab - The Giant

Review

Galerie mit 15 Bildern: Ahab - Soulcrusher Festival 2023

Die deutschen Doomster AHAB haben sich drei Jahre Zeit gelassen, um den Nachfolger zu ihrem letzten Album „The Divinity Of Oceans“ zu veröffentlichen. Zwar ist genannte Scheibe eine gute Weiterentwicklung des ersten Albums „The Call Of The Wretched Sea“, ließ jedoch auch den großen Schritt noch aus. Den haben AHAB nun mit ihrem ditten Album „The Giant“ vollzogen. Natürlich regieren immer noch Doom-Klänge und entsprechend schwere Sounds und Rhythmen und trotzdem besitzt die Musik des Vierers etwas frisches und losgelöstes, sofern man dies von derart schwermütiger Musik überhaupt behaupten kann.

Natürlich dreht es sich inhaltlich wieder um nautische Themen. Zuviel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, da ich finde, dass AHAB hier lyrisch (wieder einmal) selbst übertroffen haben in Form und Ausdruck. Neugierige dürfen sich gerne vorab mal mit dem Namen Arthur Gordon Pym befassen. Musikalisch und gesangstechnisch könnte man „The Giant“ in gewissem Sinne als ein Album der Kontraste bezeichnen. Genau, wie manche Parts eher leichter und zugänglicher sind, erscheinen andere wiederum schwerer, walziger, tiefer, dunkler und depressiver. Ebenso verhält es sich mit dem Gesang, der eine erhebliche Neuerung aufweist. Neben dem genial tief gurgelnden Gegrunze gibt es melancholischen Klargesang, der wahrhaft leiderfüllt klingt, wie das Klagelied eines einsamen Seemanns und das musikalische Gesamtbild von AHAB fantastisch ergänzt und abrundet.

Sechs Mal wird hier musikalisch toll entwickelter Funeral Doom Metal der Güteklasse A präsentiert. Stimmig produziert, ohne modernen Schnickschnack und unnötiges Verfremden einzelner Elemente. Ich muss gestehen, dass ich von der Band ein solch starkes Album nicht unbedingt erwartet hätte. Fakt ist allerdings auch, dass sich „The Giant“ nicht beim ersten oder zweiten Durchlauf sofort komplett erschließt, denn die Kompositionen sind sehr ausufernd und tiefgründig. Die Musik braucht Zeit und Muße, um sich angemessen entfalten zu können, Raum und viel Tiefe. Genau wie das weite Meer, in das man immer weiter hinab driftet, je länger man den Tönen AHABs lauscht. Man spürt regelrecht, wie man immer weiter hinab gezogen wird in die Tiefen der dunklen See und unaufhaltsam darin versinkt…

09.06.2012

Shopping

Ahab - The Giantbei amazon10,99 €

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 37534 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Off Topic
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Ahab auf Tour

10.07. - 12.07.25IN FLAMMEN Open Air 2025 (Festival)Hellhammer, Marduk, Massacre, Belphegor, Vader, Protector, Malevolent Creation, Endstille, Ahab, Disharmonic Orchestra, Impiety, Depressive Age, Humiliation, Lömsk, Dymna Lotva, Slow Fall, Ancient Rites, Deathless Void, Sunken, Graveworm, Praise The Plague, Nihilo, Aschenvater und Ash Nazg BùrzIN FLAMMEN Open Air, Torgau, Torgau
23.07. - 27.07.25metal.de präsentiertTolminator Festival 2025Kreator, Cradle Of Filth, Ministry, Oranssi Pazuzu, Kataklysm, Rotting Christ, Me And That Man, Rivers Of Nihil, Villagers Of Ioannina City, Warbringer, D.R.I., Wolfbrigade, High Parasite, Cro-Mags, Omnium Gatherum, Dopethrone, Ahab, Insanity Alert, Psycroptic, Angelus Apatrida, Midnight, Ghost Bath, Undeath, Fulci, Milking The Goatmachine, Party Cannon, Mimi Barks, Hideous Divinity, Brutal Sphincter, Vulvarine, Exorcizphobia, Scalpture, Whiskey Ritual, Game Over, Stagewar, Godskill, Marche Funebre, Mordkaul und NihiloNationalpark Triglav, Tolmin

3 Kommentare zu Ahab - The Giant

  1. Solaris sagt:

    Warum 8/10, wenns doch laut Review überhaupt nix zu bemängeln gibt?

  2. Matthias sagt:

    Muss es denn Mängel geben, wenn man keine 10 vergibt? Manchmal ist ein Album auch einfach nur gut, ohne gleich ein „Album des Jahres“ zu sein.

  3. Heiko sagt:

    Ganz ehrlich: Wie mir diese Punktediskussionen auf den Zeiger gehen, kann ich gar nicht sagen. Der Inhalt einer Rezension ist so ungleich viel wichtiger…manchmal wäre es am Besten, die Punktevergabe einfach abzuschaffen.