Secrets Of The Moon
Secrets Of The Moon
Konzertbericht
SECRETS OF THE MOON Stuttgart:
Seltsamerweise haben die Headliner gar keinen so leichten Stand, als sie nach SOLSTAFIR die Bühne betreten; zu viele der Fans hätten gerne noch ein ganzes Weilchen den großartigen Musikern aus Reykjavik gelauscht und ich bin da auch keine Ausnahme. Aber nun heißt es, sich auf SECRETS OF THE MOON einstellen, und die haben bekanntlich auch einen Haufen geniale Songs im Gepäck. Los geht es nach einer überschaubaren Umbaupause und ohne Worte seitens der Band mit „Sulphur“ vom frisch in den Plattenläden stehenden Langspieler „Privilegivm“. Mächtig und mal behäbig, mal das Tempo anziehend walzt der Song über die Anwesenden hinweg. Vom Sound her viel dreckiger als auf CD, aber auch mit weniger Details und Nuancen, die bei SECRETS OF THE MOON gerade so spannend sind, bietet die Truppe dennoch einen stimmigen Gesamthöreindruck. Weiter geht es mit zwei Nummern vom großen „Antithesis“-Album, darunter „Lucifer Speaks“, welches erwartungsgemäß beim Publikum punktet. Der Rest der Setlist ist neues und Vorgängeralbum, mit Ausnahme von „Evolution Valour Admission“, welches – schon etwas in die Jahre gekommen – von „Carved In Stigmata Wounds“ stammt. Das Schlusslicht bildet mit „Queen Among Rats“ eines der Highlights vom letzten Output der Osnabrücker.
Die Meute direkt vor der Bühne hat etwas gewechselt, und allgemein ist das Publikum viel zurückhaltender bei SECRETS OF THE MOON. Aber auch die Formation gibt sich verschlossen, Fronter SG hat gerade mal Zeit für ein paar wenige Ankündigungen, und Basserin LSK (auch ANTAEUS, VORKREIST) versteckt das ganze Set über ihr Gesicht hinter ihrer langen Mähne. Dennoch ist der Gig wahnsinnig stimmungsvoll, die eher spärliche, manchmal gleißend aus dem Bühnenhintergrund kommende Beleuchtung und der Nebel passen sehr gut zu den düsteren, manchmal schweren Stücken von SOTM. Aber obwohl gebangt wird, was die Matten hergeben, bleibt das Bühnenbild eher statisch, die Musiker scheinen alle sehr konzentriert und liefern dementsprechend auch hervorragende Arbeit ab. Der Funke zum Publikum springt allerdings nicht so richtig über, zeitweise lichten sich sogar etwas die Reihen vor der Bühne. Das passt an diesem Abend einfach nicht so richtig, habe ich auch schon ganz anders erlebt. Als Fazit dennoch ein wahnsinnig guter Abend mit starker Bandzusammenstellung, und bei allen drei Formationen kann man nur hoffen, dass sie sich bald wieder auf den Bühnenbrettern in dieser Gegend blicken lassen. (Ruth, Stuttgart)
Setlist SOTM
1. Sulphur
2. Ghost
3. Lucifer Speaks
4. I Maldoror
5. Seraphim Is Dead
6. Evolution V.A.
7. Queen Among Rats
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