Rock am Ring
Der große Festivalbericht - Rock am Ring 2008
Konzertbericht
Schland: „Das nächste Spiel ist immer das nächste.“
Sonntag, 8. Juni 2008
Die ersten stärkeren Sonnenstrahlen des Wochenendes verhießen gutes: Deutschland wird Europameister! Oder so ungefähr. Ähnlich zuversichtlich schienen die vielen Schlachtenbummler auf dem Festivalgelände zu sein. Deutschlandtrikots und -fahnen soweit das Auge reicht. Entsprechend war der Headliner des Abends nicht schwer zu erraten: EM Spiel: Deutschland vs. Polen ab 20:35 Uhr auf der Centerstage.
Pendulum: Feiern bis der Arzt kommt
Zu früherer Stunde gab es im Zelt eine der musikalischen Überraschungen des Festivals. In letzter Minute drängte sich die australische Drum ’n’ Bass Band PENDULUM ins Line-up. Dass die Stürmer der englischen Charts zwischen den musikalisch blassen SONIC SYNDICATE und THE BLACK DAHLIA MURDER vermeidlich deplatziert wären, erledigte sich nach den ersten Tönen. Mit fetten Bässen, dudligen Melodien und leichtem Gitarrenanstrich brachten sie das volle Zelt zum Kochen. Zugute kam ihnen, dass sie – im Gegensatz zu JUSTICE – nicht mit einem DJ-Set aufgetreten sind, sondern als Band der Bühne Leben einhauchten. Besonders der Schlagzeuger ballerte stilecht mit Sonnenbrille und hochsterilisiertem Sound alles nieder. Wer sich einen optischen Eindruck verschaffen möchte, der soll sich das Live-Video zu „Blood Sugar“ reinziehen:
SCOOTER für Arme oder druckvolle Partyband, wer den Mann am Mic nicht als Zappelphilipp, sondern als Animateur akzeptierte, erlebte eine halbe Stunde Vollgas fernab der sonst typischen Metal/Rock-Töne. Voraussetzung dafür war der bekannte Satz mit dem Tellerrand.
Eine paar Nummern härter ging es bei THE BLACK DAHLIA MURDER zu. Mit ihrem (melodischen) Death Metal walzten die Detroiter alles und jeden nieder. Entsprechend aggressiv ging es im kleinen Moshpit vor der Bühne zu. Ein großes Problem war jedoch der Sound. Neben dem heftigem Schlagzeugscheppern und dem penetranten Geschrei des äußerst gut gelaunten Trevor – Waschbrettbauch – Strnad (nein, er heißt nicht „Strand“) gingen den Gitarren die Luft aus. Riffwand? Fehlanzeige.
TBDM: Jahrelanges, hartes Training – der Bauch
Deutschlands größtes Public-Viewing zum EM-Auftakt fand an diesem Wochenende am Nürburgring statt. Kaum ein Besucher ließ sich das Angebot des Veranstalters an der Centerstage entgehen. Umso enttäuschender war nach der gemeinsam mit Stolz vorgetragenen Nationalhymne die Stimmung im weiten Rund. Die Deutschen drückten gegen das polnische Tor, der Regen drückte gegen die Stimmung der Zuschauer. Einzig der kollektive Rausch nach Podolskis Treffer war beeindruckend.
Muskelkater im Musculus deltoideus
Aufgrund des Redaktionsschlusses und -schusses fallen die DIE TOTEN HOSEN leider aus diesem Bericht heraus. Dass die Düsseldorfer mit lebenslangem Auftrittsrecht bei ROCK AM RING keinen Gig hinlegen können, der nicht vor Energie und Leidenschaft strotzt, muss eigentlich nicht extra erwähnt werden. Zusätzlich muss respektvoll anerkannt werden, dass insbesondere Frontmann Campino trotz Gips und Stützschuh die Massen zum Kochen brachte. Was war passiert? Nach dem Ausscheiden seines Lieblingsvereins Liverpool aus der Champions League hatte er aus Frust gegen eine Tonne getreten. Problem: Der Stahlrahmen des Abfallbehälters war einbetoniert.
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