Korpiklaani
"Generell lehnen wir keinen Alkohol ab."

Interview

KORPIKLAANI veröffentlichten kürzlich ihr neues Album „Rankarumpu“. Akkordeonspieler Sami Perttula stand aus diesem Anlass Rede und Antwort und klärte uns über die Bedeutung des Albumnamens auf. Außerdem fragten wir nach, ob wir in Zukunft einen weiteren legendären Song der Marke „Tequila“ oder „Vodka“ bekommen.

Hi Sami! Wir starten ganz einfach: Was bedeutet „Rankarumpu“?

Hi! „Ranka“ bedeutet auf Englisch „spine“ [dt. „Rückgrat“, Anm. d. Red.], aber es ergibt keinen Sinn, den Titel wortwörtlich mit „spine drum“ [Rückgrattrommel?, Anm. d. Red.] zu übersetzen. Es ist eher eine Trommel, die ein bisschen abgenutzt ist, aber immer noch Kraft in sich hat. In unserem Fall ist das eine Schamanentrommel.

Das Album hat kürzere Songs und eine geringere Spielzeit als seine Vorgänger. War das Zufall oder Absicht?

Ich finde es gut, dass jedes unserer Alben unterschiedlich klingt und eine andere Stimmung hat. Das Album ist einfach so geworden und wir fanden es erfrischend, nach „Kulkija“ und „Jylhä“ etwas Direkteres aufzunehmen. Jonne [Järvelä, u.a. Gesang und Gitarre, Anm. d. Red.] ist unsere treibende Kraft und er ist sehr gut darin, frisch klingendes Material für jedes neue Album zu schreiben. Es ist auch toll, dass sich die Band immer weiter entwickelt und Lust hat, weiterzumachen – obwohl es unser zwölftes Studioalbum ist.

Wovon handeln die Stücke? Für mich liegt der Fokus des Albums darauf, eine gute Zeit zu haben.

Es ist kein Konzeptalbum, aber wenn du ein übergreifendes Motto finden möchtest, dann wäre das ein Antikriegsthema. Es gibt auch Lieder über alltägliche Situationen. Das Lied „Rankarumpu“ ist beispielsweise ein Loblied auf uns, aber auch auf unser Publikum. Im Text gibt es ein lustiges Detail, das uns ein sehr betrunkener Fan nach einem Konzert in einer Bar erzählt hat. Er meinte: „Ich war seit vielen Jahren nüchtern, aber als ich zu eurem Gig kam, habe ich angefangen zu trinken. Ihr spielt die Art von Musik, die dich packt und selbst nüchterne Leute dazu zwingt, sich zu besaufen.“.

Was ist auf dem Albumcover zu sehen?

Die „Rankarumpu“, eine Schamanentrommel.

Ihr seid mit finnischen Texten sehr erfolgreich. Warum habt ihr aufgehört, englische Songs zu schreiben?

Ich denke, dass Jonne seine Gefühle besser in seiner Muttersprache ausdrücken kann. Es ist ihm dadurch möglich, mehr verschiedene Emotionen in die Stücke zu stecken.

Bis 2012 habt ihr fast jedes Jahr ein Album veröffentlicht. Warum seid ihr seitdem auf einen Dreijahresrhythmus gewechselt?

Ich denke, dass es für Bands normal ist, ab einem gewissen Punkt in ihrer Karriere nur noch alle drei Jahre ein Album zu veröffentlichen. Wir haben heutzutage hohe Standards, wenn es darum geht, neue Musik herauszubringen. Wir wollen alles perfekt haben und nur gute Alben abliefern.

Die Stücke über diverse Getränke sind Klassiker von KORPIKLAANI. Können wir davon mehr erwarten, zum Beispiel einen über Whisky? Was trinkt ihr am liebsten?

Wir sind gerade auf Tour und Jonne starrt eine Whiskyflasche auf dem Tisch neben mir an. Er überlegt vermutlich, ob er sie trinken soll oder ob er einen Song darüber schreiben will.

Unsere Lieblingsgetränke sind unterschiedlich: Samuli [Mikkonen, Schlagzeug, Anm. d. Red.] ist mehr der Gin-Tonic-Typ und Jarkko [Aaltonen, Bass, Anm. d. Red.] steht mehr auf Whiskys. Generell lehnen wir keinen Alkohol ab.

Was sind eure Pläne für KORPIKLAANIs Zukunft? Wie lange wollt ihr weitermachen?

Die Band wird, solange sie kann, weitermachen. Ich denke, dass unsere größten Erfolge noch kommen werden. Wir wollen mehr gute Musik machen und tolle Shows spielen.

Danke für deine Zeit!

Wir sehen uns auf Tour und werden Spaß haben. Prost!

Quelle: Interview mit Sami Perttula
29.04.2024

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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