KARRAS - The Bright Side Of Death
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Drummerin Sabine knüppelt und blastet gerne mal alles in Grund und Boden und zeigt einem Großteil ihrer männlichen Kollegen, wie man die Bassdrum fachgerecht zum Glühen bringt. Trotzdem nehmen sich KARRAS Zeit für effiziente groovige Einschübe und hardcoregerechte Breakdowns, überhaupt wird Abwechslung auf dieser Platte groß geschrieben. Vom fast schon thrashigen Opener "Conquer The World" bis zum von doomig langsamen Teilen durchzogenen "My Sorrow" wird für diese Musikrichtung eine erstaunlich breite Palette abgedeckt.
Jeder Song hat hier seinen eigenen Charakter und Wiedererkennungswert, was aufgrund der Begrenztheit des Stils eine großartige Leistung darstellt. Der große Vorteil bei KARRAS ist, dass sich die Band direkt bei den Metal- und Hardcorewurzeln bedient und daraus ihre eigene Mixtur braut, statt bereits etablierten Metalcore-Acts nachzueifern. Das wirkt eine ganze Ecke authentischer und sympathischer und macht die Platte zu einer erfrischenden und kurzweiligen Angelegenheit.
Der Sound (Mann an den Reglern: HATESPHERE-Kotzkopp Jacob Bredahl) geht für eine sicherlich nicht allzu dick budgetierte Produktion vollkommen in Ordnung, die Gitarren klingen zwar etwas breiig und zahm, und die Drums könnten auch ein wenig originaler tönen, ansonsten gibt es aber nichts zu meckern. Unterm Strich ist den Berlinern ein rundes und eigenständiges Debüt geglückt, an das sie in Zukunft problemlos anknüpfen dürften. "The Bright Side Of Death" ist ein echter kleiner Leckerbissen für Metal- und Hardcorefans.Punkte: 7/10
(Markus / 03.06.2007)
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