J.B.O. - Rosa Armee Fraktion

Cover von J.B.O. - Rosa Armee Fraktion

Share |
Stil:True Metal
Label/Kontakt:Blanko Musik GmbH
Anzahl Songs:15 Songs
Dauer:66:16
Webseite:
Kaufen bei:amazon | blackscaped
Kopierschutzfreie mp3s von amazon.de
In meinem Review zu J.B.O.s "Live-Sex" behauptete ich noch, dass man die Erlangener Blödelbarden nur hassen oder lieben könne. Ein Mittelding gebe es nicht. Diese Meinung kann ich, der ich wahrlich nicht im Feindeslager dieser Band sesshaft bin, nun so nicht mehr vertreten, denn das mittlerweile fünfte Studioalbum der Mannen in Schwarz-Rosa-Gold ist für deren Verhältnisse, trotz des genialen Albumtitels "Rosa Armee Fraktion", etwas mau ausgefallen. Dabei hat man an seinem musikalischen Rezept gar nicht allzuviel geändert. Hannes "G. Laber" Holzmann, Vito C. und die beiden neuen, Wolfram Kellner und Ralph Bach, setzen einmal mehr auf die bewährte Mischung von umgedichteten Coverversionen und augenzwinkernden Eigenkompositionen. Gelungen durch den bei J.B.O. wahrscheinlich rosafarbenen Kakao gezogen werden hierbei BLOODHOUND GANGs "Fire Water Burn" (wird zu "Arschloch und Spass dabei") und SAILORs "GirlsGirlsGirls". Dagegen fallen das HEINZ RÜHMANN-Medley "La Ichobein" und die Adaption von ZLATKOs "Ich vermiss' Dich wie die Hölle" eher unspektakulär aus. Genauso durchwachsen präsentieren sich die selbst geschriebenen Songs der Kitzmann-Bier-Fetischisten. Der kraftvolle Opener "Wem nutzt das schon" (eine Reim-Orgie auf die deutschen Promis), die erste Singleauskopplung "Ich will Lärm" (wohl die inoffizielle Fortsetzung von "Ich möcht so gerne Metal hör'n") oder der kultige Titeltrack (J.B.O.s Form des Wahlkampfes) zeigen sie in altbewährter, starker Verfassung, die die Lachmuskeln sofort auf ihrer Seite hat. Etwas farblos und keinesfalls rosa wirken hingegen Tracks wie "Faulheit siegt", das schwanzgesteuerte "1001 Nacht" oder die Ode an die deutsche Werbung in Form von "Weichspüler". Es scheint so, als gingen den vier Burschen, die in den letzten Jahren eindrucksvoll bewiesen haben, dass sich Metal, Comedy und hohe Verkaufszahlen nicht zwangsläufig ausschließen müssen, so langsam aber sicher die Ideen aus. Aber das wollen wir nicht hoffen. Es kann nämlich nicht Sinn einer J.B.O.-CD sein, in der Gesamtheit gesehen "nur" ein leicht amüsiertes Lächeln hervorzurufen, wenn in der Vergangenheit regelmäßig ein schallendes Lachen dabei herausgekommen ist. Naja, aber solange Sozialminister Ralph Bach noch fordert, dass Sozialkäse in Form von Schafshilfe ausbezahlt werden solle, mache ich mir in punkto baldiger Rückkehr zu alter Stärke keine Sorgen.

Punkte: 6/10

(Metalgreg / 12.09.2002)

Dieser Artikel wurde 11290 mal gelesen.

DVD-Reviews von J.B.O.

Aktuelle Reviews
Nach Artikeln über J.B.O. suchen
Ähnliche Bands anzeigen



Leserkommentare

7 Kommentare vorhanden | Durchschnittliche Leserwertung: 8.3/10

Anonymus bewertet mit 10/10 Punkten, am 12.09.2002

10 Punkte, weil's J.B.O. ist... und immer noch True metal... *lol* ;P

Eigenen Kommentar schreiben


Feamorn bewertet mit 8/10 Punkten, am 13.09.2002

naja.. an die Frühwerke kommts nicht ran, aber ist schon ne tolle CD... ich glaube sie gefällt sogar nen tick besser als Sex Sex Sex. Die beiden neuen scheinen auch einiges zur Musik beigetragen zu haben, da die CD nach dem ersten hören doch einiges heftiger aus den Boxen dröhnt als bisher gewöhnt.

Eigenen Kommentar schreiben


craig bewertet mit 10/10 Punkten, am 13.09.2002

Auch wenn viele hier nicht meiner Meinung sind: Ich finde das ist eine der besten CDs die J.B.O. je gemacht hat!

Eigenen Kommentar schreiben


Tormentor bewertet mit 6/10 Punkten, am 13.09.2002

ziemlich langweilig. man merkt deutlich, dass JBO langsam der saft ausgeht (nicht erst seit dieser CD)...

Eigenen Kommentar schreiben


Develin bewertet mit 8/10 Punkten, am 18.09.2002

JBO business as usual - härter als das in dieser hinsicht enttäuschende letzte Album, und kaputt wie immer. Das geht in der Hälfte der Fälle nach hinten los. Der Rest ist jedoch selbst für JBO verhältnisse Hochwertig. Knaller sind das Titelstück, Das Macht keinen Sinn, Ich vermisse meine Hölle, Ich will Lärm und Du bringst mich um. Auch das oben gescholtene Faulheit siegt kann man noch als gut bezeichnen. Der Rest ist Schafskäse und gehört in die Tonne. Ich für meinen Teil hatte nach dem Sex Sex Sex Flop die Hoffnung für JBO schon aufgegeben, aber ein geiler Liveauftritt und das neue Album machen mir für unsere Lieblingschaoten wieder Mut.

Eigenen Kommentar schreiben


sascha bewertet mit 6/10 Punkten, am 07.01.2005

Hehe... geht so, kommt auf Partys gut und wenn man besoffen ist 8will hier aber niemanden zum Saufen animieren wie die schwarzmetallischen Finntroll ;) )

Eigenen Kommentar schreiben


tru(h)e bewertet mit 10/10 Punkten, am 13.07.2006

8 Punkte fürs Album... und 2 dazu für geile Konzerte am laufenden band :)

Eigenen Kommentar schreiben


CD-Review-Archiv mit 15033 Reviews:

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

Suchen auf metal.de