S:T ERIK - From Under The Tarn
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Bereits nach wenigen Momenten setzen auf "From Under The Tarn" spacige Synthesizer-Loops ein, während sich Schlagzeug und Gitarre mit schweren Schritten durch zähflüssige Songstrukturen kämpfen. Hinzu kommt die hingebungsvoll jammernde und subtil verhallte Stimme von Fronter Erik Nordström, und schon schimmern durch den Nebel vor dem geistigen Auge des Zuhörers Bilder einer schwarzen Messe, bei der die Anwesenden zwischenzeitlich von Außerirdischen entführt werden. Eine gewisse Nähe zu ELECTRIC WIZARD können die fünf Musiker aus Uppsala nicht verleugnen, ebensowenig wie die Tatsache, dass sie die "Dopes To Infinity" probiert haben. Wo aber MONSTER MAGNET durch Vielseitigkeit punkten, setzen die Schweden auf die Kraft der Wiederholung: Einmal eine Songstruktur begonnen, exerzieren sie immer wieder dasselbe Gitarrenriff durch, während der Schlagzeuger nur geringfügige Änderungen in seine Patterns einbaut. Dann wieder setzen die verzerrten Gitarren aus und der Gesang ein, während Bass und Schlagzeug sanft weiterspielen und über allem die Synthesizer pulsieren.
Mit objektiven Kriterien kann der Hörer "From Under The Tarn" somit nicht knacken: Lässt er sich nicht auf das Wesen dieser Musik ein, wird er die fünf überlangen Songs schnell als langatmig und arm an Höhepunkten abtun. Doch das wäre eine grandiose Fehleinschätzung: Denn was sich zunächst nur schemenhaft abzeichnet, wird mit jedem Durchlauf immer deutlicher: Das Album erzielt auch ohne Kräutertee und Pfeifchen eine berauschende Wirkung. Irgendwann hüllt sich alles in Nebel, und den Hörer verlässt die Kraft, bis er sich verloren hat. Verloren im unergründlichen Reich des S:T ERIK.Punkte: 8/10
(Eckart / 02.12.2009)
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